Öffentlichkeitsarbeit ist A und O
Ein Bericht des Pferdesport- und Therapiezentrums RSG Eddersheim e.V., Hessen
Die Öffentlichkeitsarbeit eines Vereins ist vielmehr auch immer ein Spiegelbild der Organisation, deren Inhalte und Lebendigkeit. Mann kann nur über etwas berichten, wenn man auch etwas anzubieten hat oder kurz gesagt - Zukunft braucht Herkunft. Mit der Gründung unseres Vereins vor knapp 24 Jahren haben wir uns gezielt in die Szene der Reitbetriebe und -schulen in unserer Region eingeordnet. Man kann sagen, wir haben einen Bereich entdeckt und diesen mit einer durchdachten Angebotsstruktur gefüllt. Gerade im Rhein-Main-Gebiet ist die Konkurrenz der Pferdebetriebe sehr groß.
In dieser Zeit haben wir uns von einem kleinen Reitverein als Untermieter auf einem landwirtschaftlichen Anwesen zu einem Eigentümer einer weitläufigen Reitsport- und Therapieanlage entwickelt. Um diesen langwierigen Prozess auch umsetzen zu können, waren und sind Visionen, strukturelle Vorstellungen und Engagement der Verantwortlichen notwendig.
Aktuell hat unser Verein eine vielfältige und zertifizierte Angebotspalette zu bieten, die entweder von der FN, dem Deutschen Kuratorium für Therapeutisches Reiten, dem Pferdesportverband Hessen, dem Landessportbund Hessen oder dem Kreisreiterbund Wiesbaden-Main-Taunus anerkannt sind. Dies sind Reitschule, Pensionsbetrieb, Wanderreitstation, Fahrschule, Voltigieren, Heilpädagogisches Reiten/Voltigieren, Reitsport für Behinderte, Ergotherapie mit Partner Pferd, Hippotherapie und vielfältige Lehrgänge, Kurse, Projekte mit Schulen und Vereinen, Kindergärten, Jugendhilfeeinrichtungen, Ferienspiele und noch vieles mehr.
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Ich gehe in der Öffentlichkeitsarbeit nach dem Prinzip „B.I.S.S“ vor, dies soll soviel heißen, wie zunächst eine Beziehung herstellen, eine Interaktion folgen lassen, dafür eine Systematik entwickeln und dann eine entsprechende Sinnstiftung kommunizieren. Damit ist gemeint, dass man sich überlegen muss, was wollen die Menschen und was kann ich und meine Organisation dazu beitragen, dass meine Angebote auch entsprechend in Anspruch genommen werden. Wieder sinnbildlich gesprochen gehe ich da folgendermaßen vor, indem ich „eine Spur lese, legen und leben“ lerne. Patentrezepte dafür gibt es aber nicht. Inhaltlich mussten wir, um Erfolg zu haben, zur „Marke“ für Pferdesport und Therapie in unserer Region Main-Taunus werden.
Wir arbeiten ständig daran, unser Vereins-Fundament durch gezielte Angebote zu stä
rken und auszubauen, dazu gehören unter anderem auch die Schaffung eines Bambini-Clubs für die ganz Kleinen und eine „Pferde-Bande“ für die darauf folgende Altersgruppe, Voltigiergruppen/ Turniergruppen, Kurse für Wiedereinsteiger, die Durchführung von Prüfungslehrgängen (Basispass, DRA, individuelle Schulungen), gemeinschaftsfördernde Veranstaltungen wie Sommerfest, Weihnachtsfeier und Ausreiten. Für die Übungsleiter, Trainer und Therapeuten, aber auch für die vielen Helfer in den verschiedenen Bereichen bieten wir Meetings, Erste-Hilfe-Kurse und andere Fördermaßnahmen an. Für unsere Lehrpferde haben wir das Team Pferdemanagement (TPM) gegründet, in dem Training, Einsatz, Pflege und Pferdegesundheit gesteuert wird. Kooperationen und Training mit anderen Angebotsträgern wie beispielsweise Feuerwehr, Agility mit Hunden und Fortbildungen bilden wertvolle Grundlagen zur Zusammenarbeit. Der Dialog mit den Menschen schafft Freunde, Förderer und Unterstützer.
Es dreht sich alles um den Menschen mit seinem Partner Pferd! Darauf haben wir unsere Öffentlichkeits- und Pressearbeit ausgerichtet.
Im Jahr gehören etwa 30 bis 50 Informationen an Presse, Multiplikatoren und politische Gremien dazu, je nachdem welche Maßnahmen, Kurse und Aktionen von uns durchgeführt werden. In der Regel erscheint viermal im Jahr unsere „Hauszeitung HOF-NEWS“. Flyer, E-Mailnewsletter und Broschüren gibt es mit Informationen zum Verein und zu unseren Veranstaltungen. Je außergewöhnlicher die Projekte sind, umso interessanter sind sie für die Tageszeitungen, aber auch für die Fachpresse der Pferde- und Therapieszene. Von Beginn an haben wir auf eine aktuelle Internetarbeit und Präsentation gesetzt. Veranstaltungen, Gespräche und sonstige Kommunikation bilden dazu das Tagesgeschäft. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es sich in unserem Fall um eine kleine Gruppe von Verantwortlichen handelt, die zu 100 Prozent ehrenamtlich arbeiten. Wir haben keine hauptamtlichen Mitarbeiter!
Mitglieder werden zu „Nutzern“, alte Vereinsstrukturen sind dabei schwer aufrecht zu erhalten. Es macht aber viel Freude zu sehen, wie viele Menschen Spaß an unserem Verein und seinen Angeboten haben. Die tagtäglichen Aktivitäten bedeuten aber auch wirklich viel Arbeit. Manchmal ist der Umfang der Tagesarbeit so groß, dass wir bei aller versuchten Professionalität, hier und da einfach nur mal „menscheln“. Es bleibt auch mal etwas länger liegen, Anrufe oder Kontakte werden nicht schnell genug bearbeitet – gerade deshalb werden wir vielleicht aber auch so gerne gemocht.
Ihr Gerd Gröhl – 2. Vorsitzender Pferdesport- und Therapiezentrum RSG Eddersheim a.M.
Weitere Informationen: www.rsg-eddersheim.de














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