Natur- und Umweltschutz
Natur- und Umweltschutz im Pferdebetrieb
Voraussetzung für einen umweltverträglichen Sport sind fundierte Kenntnisse über seine Auswirkungen. Insbesondere (Natur)Sportler müssen entsprechend informiert sein und genügend Wissen über Natur und Umwelt haben, um falsches Verhalten zu vermeiden.
Kenntnisse der ökologischen Zusammenhänge bereichern den Aufenthalt in der freien Landschaft und sensibilisieren für den Wert „unzerstörter Natur“.
Umwelt und Pferdesport
Für den Pferdesport, vor allem für den Breitensport, ist es unverzichtbar, in Feld und Wald zu reiten und zu fahren. Das Pferd ist dabei kein Fremdkörper in der Landschaft, sondern vielmehr seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil unserer Kulturlandschaft – ein Kulturgut, das durch den züchterischen Einfluss des Menschen in 5.000 Jahren entstanden ist. Reiter und Pferdehalter sind der Natur in besonderem Maße verbunden. Im Interesse des Wohlbefindens ihrer Pferde (frische Luft, gesundes Futter, artgemäße Haltungsbedingungen, ausreichende Bewegung im Freien usw.) und natürlich in ihrem eigenen Interesse (Erholung mit dem Pferd in schöner Landschaft) zählt die Erhaltung oder Wiederherstellung einer intakten Umwelt zu den ureigenen Anliegen der Pferdesportler.
Der Pferdebetrieb als Naturschützer
Eigentlich eine Aufgabe des Pferdesportverein, kann auch ein Pferdebetrieb zum aktiven Naturschützer werden. Dies geht natürlich nicht durch Nichtstun: Reitwege sind (jedenfalls streckenweise) mit Bäumen und Büschen zu bepflanzen; aktiver Vogelschutz (Nistkästen, Hecken) ist hier ebenso möglich wie auf der Vereinsanlage selbst, auch gemeinsame „Entrümpelungsaktionen“ in Wald und Flur z.B. zusammen mit dem Hegering sind möglich und verstärken die positive Außenwirkung des Vereins bzw. Betriebs und des Pferdesports an sich.
Orgininär wird der Aufgabenbereich "Natur- und Umweltschutz" im Pferdesportverein oftmals dem Breitensportbeauftragten zugeteilt. Seine Aufgaben umfassen dabei unter anderem Themen wie das örtlichen Reitwegenetz und die öffentlichen Reitwege, Kontaktpflege zu anderen beteiligten Parteien sowie Regelung von Konflikten. Des Weiteren koordiniert er die aktiven Umweltschutzmaßnahmen und gibt seine Kenntnis über die gesetzlichen Grundlagen von beispielsweise Landeswald- und Naturschutzgesetzen sowie des Naturschutzrechts an die Mitglieder weiter. Warum kann es solch einen "Natur- und Umweltbeauftragten" nicht auch im Betrieb geben?
Durchdachte Reitanlagen sind aktiver Umweltschutz
Eine gut betriebene Pferdehaltung bzw. Reitanlage ist natur- und umweltfreundlich. Sie bietet zahlreichen Tierarten Nistgelegenheiten und Unterschlupf durch die Schaffung von Durchgrünungen und Hecken oder das Anlegen von Biotopen Eine solche Reitanlage ist ökologisch wertvoll und schont die natürlichen Ressourcen beispielsweise durch die Installation von Regenwassernutzungsanlagen, Solaranlagen usw..
Weitere Informationen zum Thema Natur- und Umweltschutz im Pferdesportverein (und -betrieb)finden Sie in kompakter Form in Merkblatt "Pferd und Umwelt". Ausführliche Informationen bietet das Kapitel „Gestaltung der Außenanlagen“ in dem Fachbuch „Orientierungshilfen Reitanlagen- und Stallbau“, herausgegeben durch den FNverlag, Warendorf.
Stand: 02.01.2011













0 Besucherkommentar(e) zu dieser Seite
Keine Kommentare vorhanden.